Westerwaldtriathlon 2009 - Wettkampfbericht von pumuggel
Datum: 25.07.2009
Ort: Ransbach-Baumbach
Typ: Sprinttriathlon
Distanzen: 0,5 - 20 - 5
Witterung: ca. 19 Grad, bewölkt, regnerisch
Link: Westerwaldtriathlon
Schwimmen:
0:10:40
Radfahren:
0:46:51
Laufen:
0:27:30
TOTAL:
1:25:01
Bericht
Eigentlich wollte ich kurz vor meinem MTB-Urlaub in den Alpen an keinem WK mehr teilnehmen. Nachdem ich aber erfahren
hatte, dass clanless und speedy im Westerwald starten wollten, konnte ich natürlich die Füße nicht stillhalten und meldete mich
kurzerhand an. Nur wenig später entschied sich auch faulenzer zur Teilnahme. So kam es, dass wir am 25. zu viert gut gelaunt
in clanless` “Teambus“ Richtung Ransbach-Baumbach starteten.
Pünktlich zum Wettkampf hatte sich das Wetter verschlechtert…um die 19° und hohe Regenwahrscheinlichkeit…na toll.
Wassertemperatur sollte angeblich bei knapp 22° liegen – in einem 14 Meter tiefen See - bei mir regte sich Argwohn. Nun stellte
sich natürlich die ultimative Frage: Soll man sich für 500 Meter in die Neopelle pressen – der Zeitgewinn wird durch das
Ausziehen ja wieder zunichte gemacht? Glücklicherweise entschied ich mich trotzdem dafür – scheinbar hatte ich eine
Vorahnung, dass sich das Schwimmen (eigentlich meine Paradedisziplin) für mich zu einem Höllentrip entwickeln sollte.
Das Wasser war saukalt, ich versuchte mich einigermaßen vorne, aber seitlich zu postieren, um mich dem Hauen und Treten zu
entziehen. Das klappte nur bedingt, irgendwie wurde ich doch - einem geheimnisvollen Gesetz folgend - wieder von rechts und
links in die Zange genommen. Mir war unwohl.
Der Startschuss kam und ich wollte durchstarten...es blieb bei dem guten Vorsatz. Um mich herum orientierungslos quer
schwimmende Mitathleten, die mich irritierten und dann auch noch Atemnot, Panik kam auf. Zur Beruhigung schwamm ich ein
paar Züge Brust und wollte dann weiterkraulen…es ging gar nichts. Ich sah noch aus dem Augenwinkel faulenzer locker an mir
vorbeiziehen (welch Schmach) und gab jeden Widerstand auf. Größtenteils Brust schwimmend und als Hindernis für
nachfolgende Athleten, bewältigte ich die 500 Meter in gut 10 Minuten. Nun gut, schlimmer kann es ja nicht kommen…jetzt aber
auf dem Rad Gas geben. Faulenzer konnte ich in der ersten Wechselzone überholen (was macht „mann“ dort nur so lange??),
was einen kleinen Motivationsschub gab. Unglücklicherweise hatte es stark zu regnen begonnen, was auf einem welligen und
mit vielen scharfen Kurven bestückten Kurs nicht gerade optimal ist – zumal, wenn die Radführerin ein Schisser ist. Ich merkte
auch, dass das Brustschwimmen für die Oberschenkel nur suboptimal gewesen ist. Trotzdem „Kette rechts“ und los. Klasse,
direkt am ersten Berg ein paar Männer eingesammelt *freu*…schade bergab hatten sie mich dank der besseren
Hangabtriebskräfte wieder locker überholt – dieses Spielchen wiederholte sich gleich mehrmals. Rakete faulenzer hatte mich
auf dem Rad übrigens in null Komma nix wieder eingeholt.
Der Regen hörte irgendwann auf, das Radfahren lief für mich super und ich freute mich auf eine schnelle und vor allem flache
Laufstrecke. Ab in die 2. Wechselzone, Rad abstellen, Helm ausziehen, Schuhe an, kurzer Plausch mit einem Fan und ab die
Post. Doch was war das…die Laufstrecke entpuppte sich als ordentlich profiliert…das hatte ich aber nicht gebucht. Da der Kurs
2x zu durchlaufen war, konnten clanless, faulenzer und ich uns wenigstens gegenseitig anfeuern. Speedy (der in der vorherigen
Startgruppe war) lief sich locker neben mir aus (ja, richtig gelesen…sein Auslauftempo ist mein Wettkampftempo *schäm*) und
feuerte mich an. Ich mobilisierte die letzten Kräfte, pfiff auf dem letzten Loch und versuchte beim Zieleinlauf eine gute Figur zu
machen. Letzteres funktionierte, wie die Zielfotos beweisen könnten, nicht. Der Fotograf gehört an die Wand gestellt. Wie kann
ein 53 kg Persönchen auf Zielfotos aussehen, als ob eine 80kg Wuchtbrumme aufs Ziel zuwalzt? Frechheit. Fotos gibt es daher
von diesem Triathlon besser nicht *grins*.