Teamzeitfahren Gerolstein 2009 - Wettkampfbericht von faulenzer
Datum: 16.05.2009
Ort: Gerolstein
Typ: Mannschaftszeitfahren (Herren)
Distanzen: 30,59 km
Witterung: ca. 15 Grad, bewölkt, trocken
Link: Gerolsteiner Radsport Festival
ZEIT:
0:47:01
Bericht
Gegen Mittag erreichten wir Gerolstein. Wir, das waren bambam, clanless und ich. Es stand das Teamzeitfahren in Gerolstein
auf dem Programm. Speedy, unser vierter Mann war schon vor Ort, da er auch am vorher stattfindenden Einzelzeitfahren
teilnehmen wollte. Leider war das Wetter in Gerolstein nicht mehr so schön wie noch bei der Abfahrt im Frankfurter Raum. Nur
kühle 15 Grad und bedeckter Himmel, der sogar Regen befürchten lies. Also erst mal die Jacken angezogen und zum
Startbereich gelaufen. Wir waren gerade rechtzeitig um den Beginn des Einzelzeitfahren zu erleben. So konnten wir auch
speedy bei seinem Start entsprechend lautstark anfeuern. Die Zwischenzeit bis zu seiner Zielankunft verbrachten wir dann erst
mal beim Mittagessen mit Blick auf den Start-Zielbereich. Nach speedys Zielankunft machten wir uns auf die Startunterlagen
abzuholen, anschließend stand noch eine Streckenbesichtigung der ersten Steigung an. Dabei trafen wir auch whynot mit seiner
Freundin, der dieses Jahr nur zum Zugucken angereist war. Dann ging es zurück zum Auto um die Räder auszupacken und sich
fertig zu machen. Wir wollten uns natürlich noch ein wenig warm fahren, mussten aber feststellen, dass wir doch ein wenig
getrödelt hatten und uns so eigentlich nur knapp 15 min. dafür blieben. Es gab zwar das Gerücht, dass der Start verschoben
wird, dies konnten wir aber leider zunächst nicht bestätigt bekommen. Also machten wir uns auf um wenigstens ein paar Meter
zu fahren. Als wir nach 15 min. zurück kamen, war es dann doch wahr geworden. Der Start war um 20 min. verschoben worden.
Nach einigem überlegen entschieden wir uns dann aber doch am Start zu bleiben und nicht noch mal eine kleine Runde zu
drehen. So gesellten wir uns in die Startaufstellung. Zum Glück waren auch bambams Eltern anwesend. So konnten wir die
wärmenden Jacken bis unmittelbar vor dem Start anlassen.
Nun ging es an den Start. Der Startbereich war nicht besonders breit, und die 4 Fahrer
wurden nebeneinander platziert, so gab es nicht viel Spielraum. Mein Starthelfer hatte auch
etwas Probleme das Fahrrad gerade zu halten, so war es doch eine wackelige
Angelegenheit. Die Startuhr tickte runter und wir machten uns auf den Weg. Direkt nach
dem Start war ein Anstieg, denn wir erst mal mehr oder
weniger nach eigenem Gusto gefahren sind. Erst in der
anschließenden Abfahrt formierten wir uns zu einem
ordentlichen 4er. Am Ende der Abfahrt, in einer links-
rechts-Kombination, wurde das erste mal Achtung
gerufen. Das vor uns gestartete Team war gestürzt und
musste das Rennen aufgeben. Auf der nun kommenden, leicht abschüssigen Strecke bis
zum Wendepunkt, hieß es nun den richtigen Rhythmus zu finden. Hier rächte sich ein wenig,
dass wir uns vor dem Rennen nur kurz warm fahren
konnten und auch die eine Trainingsfahrt, eine Woche
vorher, nicht ausreichend war.. Die Wechsel führten daher immer wieder zu einem Ruck im
Tempo und damit Unruhe im Team. Und als ich bei meinem Wechsel versuchte dieses zu
vermeiden, gelang es mir zunächst nicht, am abzulösenden Fahrer vorbei zu kommen.
Nach dem Wendepunkt wurde der bisher doch unangenehme Gegenwind endlich zu einem
schiebenden Rückenwind. Auch ich kam endlich auf Touren und konnte die
Führungsposition länger halten. Dafür machte sich jetzt in den langsam ansteigenden
Wellen, das vorangegangene Einzelzeitfahren für unseren vierten Mann negativ bemerkbar.
So kam zwei oder drei mal das Kommando „Kürzer“ von hinten, und wir mussten etwas
Tempo raus nehmen. Zum Schluss „türmte“ sich wieder der „Berg“ in Gerolstein vor uns auf, den wir schon direkt nach dem
Start überwinden mussten. So schlimm ist er eigentlich nicht, aber nachdem man vorher fast 30 km alles gegeben hat, ist er
doch sehr schmerzhaft. Speedy rief uns an dieser Stelle zu, wir sollten ohne ihn weiter fahren. Für die Zeitnahme sind ja nur die
ersten drei Fahrer relevant. So stürmten wir mit letzter Kraft den Hügel hoch. Clanless vorneweg. Ich hinten dran, und die
Absicherung nach hinten übernahm bambam. So rollten wir letztendlich nach 47:01 min. über die Ziellienie.
Im Ziel war inzwischen die Sonne heraus gekommen und die Temperaturen auf angenehme
20 Grad gestiegen. So konnten wir in Ruhe den Tag ausklingen lassen. Und wenn wir auch
nicht gewonnen haben, so köpften wir doch eine Flasche Sekt als ob wir es hätten.