Quarterman Bruchköbel 2009 - Wettkampfbericht von faulenzer
Datum: 21.06.2009
Ort: Bruchköbel
Typ: Kurzdistanztriathlon
Distanzen: 0,95 - 45 - 10,5
Witterung: ca. 18 Grad, bewölkt, trocken
Link: Quarterman-Germany Triathlon Bruchköbel
Schwimmen:
0:21:13
Radfahren:
1:26:10
Laufen:
0:53:18
TOTAL:
2:40:41
Bericht
Der erste Höhepunkt des Jahres stand an. Der Quarterman Bruchköbel. Ein wunderschöner Triathlon, mit einer Teamwertung,
bei der alle 4 Teilnehmer eines Teams alle Distanzen im Rahmen der Einzelwertung betreiben und am Ende zusammen einen
ganzen Ironman gemachte haben
Ein Wettbewerb wie geschaffen für uns Maximalpulsvermeider. :-)
Gleichzeitig war dies im letzten Jahr mein erster Triathlon über die Kurzdistanz, bei der ich die Schwimmstrecke aber noch im
Bruststil geschwommen bin, und auf der abschließenden Laufstrecke mehrere Gehpausen einlegen musste. Mein Ziel für
dieses Jahr war daher, die Schwimmstrecke komplett im Kraulstil zu schaffen, mich bei der Radzeit gegenüber dem letzten Jahr
etwas zu verbessern und hauptsächlich, die abschließenden 10,5 km an einem Stück durchzulaufen.
Am Samstag vor dem Wettkampf dann der erste Schreck, pumuggel musste mit Rückenschmerzen absagen. Zum Glück
konnten wir kurzfristig mit pepper.salt einen Ersatz auftreiben, der sowieso schon beim Quarterman gemeldet war. Auch die
Organisatoren hatten mit dieser kurzfristigen Änderung kein Problem und setzen ihn zu uns in die Startgruppe.
Beim Vorbereiten der Wechselzone stellte ich fest, dass ich meine Schwimmbrille
vergessen hatte. Also schnell von der Wechselzone die 100 m zum Start-Zielbereich
gelaufen, um dort eine neue Brille zu kaufen. Bei diesen paar Metern kamen mir erste
Bedenken über mein Vorhaben, ich spürte jeden Schritt in der Wade. Diese macht mir
schon die ganze Zeit zu schaffen, und bei der letzten Testfahrt vor Bruchköbel hatte ich 3
Wadenkrämpfe auf 45 km. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für mein Ziel. Zum
Glück kam in diesem Moment pumuggel vorbei, die zwar nicht mitmachen konnte, es sich
aber nicht nehmen lassen wollte uns entsprechend anzufeuern. So vergingen die Minuten
bis zum Start, wir machten noch ein Gruppenfoto, und ich war von meinem Wadenproblem
abgelenkt.
Beim Schwimmen waren wir mit den Triathleten von Eintracht Frankfurt auf einer Bahn. Als
diese uns ihre erwarteten Schwimmzeiten nannten, waren wir doch etwas erschrocken. Die
würden ja nur so an uns vorbei pflügen. Aber egal, der
Countdown wurde herunter gezählt und der Startschuss
fiel. Wir sortierten uns gut ein und ich konnte gut mein
Tempo schwimmen. Ab der 6. oder 7. Bahn begannen
dann die Überrundungen durch die Eintrachtler. Aber
auch das ging alles gut, und ich konnte wie geplant die
komplette Schwimmstrecke im Kraulstil absolvieren.
Das erste Teilziel war erreicht. Speedy musste leider
100 m extra schwimmen, da sich die Kampfrichterin bei ihm mit der Anzahl der Bahnen
verzählt hat.
Beim Wechsel aufs Rad verlor ich dann etwas Zeit, ich war eigentlich schon fertig zur Abfahrt, als ich ob der kühlen
Temperaturen doch ein wenig bedenken bekommen habe. Ich entschloss mich daher
kurzfristig, noch mein Windbreaker-Shirt über zuziehen. Also zunächst wieder Helm ab,
dann versucht das Shirt über das nasse Tria-Oberteil zu ziehen und dann wieder Helm auf.
Das hat mich doch einige Sekunden gekostet und war für das nachfolgende Radfahren
sogar von Nachteil, da das flatternde Shirt die Pulsmessung von meinem Tacho aus den Tritt
gebracht hat. So hatte ich dann auf den flachen, schnellen Stücken einen angezeigten Puls
von 240 Schlägen. Das war natürlich hinderlich um sich das Tempo einzuteilen und so
musste es notgedrungen ohne diese Informationen gehen. Ansonsten lief das Radfahren
gut, und obwohl ich auf den letzten Metern schon etwas langsamer machte, um mich für das
Laufen etwas zu schonen, konnte ich meine reine Radzeit um knapp 1:30 min verbessern.
Zum Wechsel auf die Laufstrecke habe ich dann das Shirt wieder ausgezogen. Ich lief dann die
ersten 7 km strickt nach Pulsuhr (die ja dann auch wieder funktionierte), immer so knapp unter 160
Schläge. Einerseits kam ich mir dabei ganz schön langsam vor, andererseits war ich so sicher die
Strecke durchlaufen zu können. Da man sich auf der zweimal zu laufenden Wendepunktstrecke
immer wieder begegnet, kann man sich gegenseitig im Team anfeuern. Inzwischen fing es auch
leicht an zu regnen, was aber richtig angenehm war. Auf den letzten Kilometern versuchte ich das
Tempo leicht zu erhöhen, was mir aber nicht wirklich gelang. Auch ein Endspurt war eigentlich nicht
drin, aber als pumuggel, speedy, clanless und pepper.salt mich auf den letzten Metern noch mal
anfeuerten, konnte ich wenigstens die letzten 50 m ins Ziel spurten.
Damit war auch mein letztes Ziel erreicht. Ich habe die Laufstrecke ohne Gehpausen absolviert. Ich
war mir auch sicher etwas schneller als letztes Jahr gewesen zu
sein und daher völlig zufrieden, aber auch völlig ausgepumpt.
Während der anschließenden Stärkung mit Steak und Kartoffelsalat wurden die ersten
Zwischenzeiten ausgehängt. Dabei stellte sich dann heraus, dass ich meine Laufzeit
gegenüber dem Vorjahr um fast 17 min verbessert habe. Dies hätte ich mir nicht im Traum
gedacht. Wir brachen dann langsam, noch vor der Siegerehrung, auf. Leider (oder
erfreulicher Weise) etwas zu früh, wie wir nachträglich erfuhren.
Jedenfalls stellte sich heraus, dass wir in der
Teamwertung doch tatsächlich den 2. Platz hinter den Eintrachtlern belegt haben. Diese
haben uns auf der Schwimmstrecke zwar einen ordentlichen Abstand aufgebrummt. Auf der
Rad- und der Laufstrecke blieben die Abstände dann aber nahezu konstant. Zum Glück war
unser kurzfristig eingesprungenes Teammitglied pepper.salt noch vor Ort und konnte somit
den Pokal und die Urkunde entgegen nehmen.