Hansgrohe Triathlon Offenburg 2010 - Wettkampfbericht von faulenzer                                 Datum: 01.08.2010                                                                                           Ort: Offenburg Typ: Mitteldistanz - Staffel Distanzen: 1,9 - 90 - 20 Witterung: ca. 20 Grad, sonnig, trocken Link: Triathlon Offenburg  Schwimmen: 0:45:46 T1: 0:01:17 Radfahren: 2:45:24 T2: 0:01:26 Laufen: 1:39:50 TOTAL: 5:13:44 Bericht Der Triathlon in Offenburg fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt. Am Samstag gab es zunächst den World Supersprint 2010 mit rund 100 Athleten aus der Bundesliga und eine Sprintdistanz für Normalsterbliche. Es zeigte sich schon hier, daß die Organisation durch Jörg Scheiderbauer und die finanzielle Unterstützung durch die Firma Hansgrohe hervorragend war. Start, Wechselzonen, Bikepark, Ziel war sehr dicht zusammen und sowohl für die Athleten und die Zuschauer sehr angenehm. Eine tolle Unterstützung war somit garantiert. Für den Sonntag stand eine M- und S- Distanz auf dem Plan. Wir waren als Staffel in der M-Distanz gemeldet. Die Wecker klingelt Sonntag also um 5:45Uhr (ganz toll an einem Sonntag), da wir zwischen 6 und 7 Uhr das Bike einchecken müssen. Das Einchecken ging dann problemlos. Es waren genügend Wettkampfrichter da, und die Wecheselzone ist ausreichend groß, so dass man sein Rad und die übrigen Sachen gut deponieren kann. Der eigentliche Wechsel des Zeitmesschips als Staffelholz findet dann noch mal in einem separaten Bereich statt, so dass man den EInzelstartern nicht im Wege steht. Eine gute Lösung. Danach findet die Wettkampfbesprechung am Schwimmstart statt. Und um 8 Uhr soll es dann mit einem Landstart losgehen. Alle Athleten, auch Christine als unsere Schwimmerin, ohne Neo, da das Wasser mit 23,5°C zu warm ist. Es passiert aber erst mal nichts. Die Polizei hat die Radstrecke nicht freigegeben. Nach 5 Minuten kommt die Information, daß es sich nur noch um wenige Minuten handeln könne. Die meisten Schwimmer stehen schon bibbernd am Ufer, weil ein recht scharfer Wind vom Gifizsee bläst und die Startzone auch noch im Schatten liegt. Um 8:37Uhr fällt dann endlich der Hammer und es geht los. Das Feld ist überschaubar und es gibt nicht zu viel Gedrängel. Christine schlägt sich gut und kommt nach 45:46 Minuten aus dem Wasser. Das ist 4 Minuten schneller als letztes Jahr in Wiesbaden und gut in unserem Plan. Auch war nur eine Mixstaffel vor uns. Der Wechsel klappt super und ich kann mich auf den Weg machen. Die Radstrecke besteht aus einem Rundkurs, der 2 mal zu durchfahren ist, hauptsächlich flach, mit 2 kleinen, aber durchaus knackigen, Anstiegen. Ein großer Teil sind Feldwege, die aber durchgehend asphaltiert und gut zu fahren sind. Aufgrund des Streckenprofils wollte ich auf jeden Fall unter 2:50 Stunden bleiben. Die erste Runde lief auch gut. Im flachen Streckenabschnitt zu Beginn zeigte mein Tacho meisten 35-36 km/h an. Bis zum ersten Anstieg nach 24 km hatte ich einen Schnitt von 34,5 km/h. Die Radlerin der 2 min. vor uns gewechselten Staffel hatte ich da schon eingeholt. Jetzt ging es den Anstieg hoch. Der war zwar nicht lang, hat aber am Anfang und am Ende einen Abschnitt mit mehr als 10%. Auf der langsamen Proberunde am Vortag bin ich das im Wiegetritt, mit dem drittkleinsten Gang gefahren und dachte, das geht dann beim Rennen bestimmt besser. Beim 2. Anstieg dachte ich das gleiche. Im Rennen habe ich mich in dann aber entschieden, doch in den kleinsten Gang zu gehen und das im Sitzen zu fahren, um Körner zu sparen. Generell hatte ich mich in der ersten Runde versucht zu bremsen. Am Wendepunkt standen Christine und Ralf und feuerten mich an. Kaum war ich in der zweiten Runde, habe ich gemerkt dass es nicht mehr ganz so rund lief. Das Tempo wurde etwas niedriger, ich konnte aber nicht sagen ob es an mir oder einem eventuell aufkommenden Gegenwind lag. Ab km 55 wurde es mir dann auch zunehmend in der Aeroposition ungemütlich. Zusätzlich war ich mir nicht sicher welchen Gang ich fahren sollte. Trittfrequenzen um 90 Umdrehungen fühlten sich kraftmäßig zu dick an. Trittfrequenzen um die 100 zu unbequem. Eventuell fehlten mir in der letzten Zeit die langen Einheiten, vielleicht hat die Energiezufuhr mit Iso und Gels nicht gestimmt, oder die Vorbelastung vom Vortag war doch zu hoch. Wobei ich da dann eher die Schuld beim rumgestehe/zuschauen der Wettkämpfe am Nachmittag sehe, als bei der lockeren Proberunde. Auf jeden Fall war ich auf der zweiten Runde bis zu den Anstiegen knapp 2 min langsamer als in der Ersten. Und die Anstiege waren grausam. An ein zusetzen gegenüber der ersten Runde war nicht zu denken, nur an ein "hoffentlich fällst Du nicht vom Rad und musst schieben".  Auf der abschließenden Abfahrt konnte ich mich dann etwas erholen. Und die letzten 3 km konnte ich mit dem Wissen, dass ich ja nicht mehr laufen muss noch mal Gas geben. Letztendlich war ich in der zweiten Runde 4,5 min langsamer als in der ersten, und mit einer Zeit von 02:45:24 und einem 32er Schnitt in der WZ. Es sind nur 5 Staffeln vor uns und noch hat keine andere Mixstaffel gewechselt. Knapp 3 min nach mir kam kommt die Radlerin der Konkurrenz in die WZ. Sie hatte ihr Tempo über die 2 Runden halten können, so dass der Vorsprung nicht so groß ausfiel, wie ich es mir während des Überholvorganges ausgerechnet/erhofft hatte.   Hoffentlich haben die keinen starken Läufer. Christine ist präpariert, Ralf seinen Vorsprung nach der ersten Runde von 5 Kilometer zu sagen. Er läuft optimistisch mit einem Pace von 4:40min/km los, merkt aber schnell, daß die Beine vom Urlaub in den Bergen noch schwer sind. So nimmt er zügig etwas Tempo raus. Das Ziel von unter 1:40 Stunden sollte aber möglich sein. Außerdem liegen wir vorne und das Treppchen muß klappen. Das ist genug Motivation. Christine ruft Ralf zu “3 Minuten Vorsprung beim Wechsel, aber der ist schnell”. Also dran bleiben und kämpfen. Kurze Zeit später ist der erste Kampf verloren. Der Läufer aus der späteren Siegerstaffel zieht vorbei und ist mindestens 30s pro Kilometer schneller als Ralf. Keine Chance dran zu bleiben. Dafür taucht vor ihm ein anderer Staffelläufer auf, der etwas vor uns gewechselt ist. Sein nächstes Ziel ist in Sicht. Er schafft es noch in der 2. Runde unseren 6. Platz wieder herzustellen. Kurz vor dem Ziel warten Christine und ich für den gemeinsamen Zieleinlauf. Nur gut, daß wir keinen Zielsprint hinlegen müssen. Die Uhr bleibt bei 1:39:50 Laufzeit stehen. Wir haben es geschafft. Am Ende haben wir eine Gesamtzeit von 5:13:44 Std., den 2. Platz bei den Mixstaffeln und den 6. über alle Staffeln. Vor der Siegerehrung gehen wir noch nobel im Hansgrohe-Truck duschen. Endlich eine saubere und wohltemperierte Dusche. Tolle Einrichtung dieser Truck. Der Preis für den zweiten Platz kann sich sehen lassen. Wir bekommen jeder einen Hansgrohe- Duschkopf, und zusammen ein 5l Faß Bier und eine Flasche Sekt.