Churfranken Triathlon 2010 - Wettkampfbericht von pumuggel
Datum: 25.07.2010
Ort: Niedernberg
Typ: Kurzdistanztriathlon
Distanzen: 1,5 - 54 - 10,6
Witterung: ca. 20-22 Grad, sonnig
Link: Churfranken Triathlon
Schwimmen:
0:28:05
Radfahren:
1:59:14
Laufen:
0:58:30
TOTAL:
3:29:26
Bericht
Nachdem mein Saisonhöhepunkt Ende April (Hamburg Marathon) dank des Norovirus geplatzt war, hatte ich mächtige
Motivationsprobleme und dümpelte im Mai trainingsmäßig nur so vor mich hin. Mit besser werdendem Wetter zog es mich aufs
Rad, das Laufen vernachlässigte ich sträflich. Auf meine kommenden Wettkämpfe (3 Kurzdistanzen) bereitete ich mich nicht
wirklich speziell vor. Umso erfreulicher waren meine Zeit (2:49) und meine Platzierung (AK 40 3.Platz) beim Quarterman am
20.06.10. Ich war mir auf einmal sicher, da würde dieses Jahr vor allem beim Laufen noch mehr drin sein.
Relativ gut gestimmt reiste ich dann am 25.07.10 - nach einem netten Grillevent am Vorabend - zusammen mit faulenzer nach
Niedernberg und freute mich darauf, dort clanless, sororis und 2 meiner Vereinskollegen vom TuS Weilnau zu treffen. Das
Wetter war optimal, Sonne und nicht zu warm…gute Bedingungen für mich. Vorgenommen hatte ich mir eine Zeit von 3:30,
geliebäugelt hatte ich mit einer 3:27 und überglücklich wäre ich über eine 3:25 gewesen.
Im Vorfeld war schon klar, dass es Neoverbot geben würde, was mich aber in keinster Weise störte, ganz im Gegenteil, das
Schwimmen lief in letzter Zeit ganz gut, ich hatte nicht einmal Angst vor der obligatorischen Hauerei beim Start. Nach dem
Einrichten der Wechselzone ging es wie immer relativ schnell. Ab zur Wettkampfbesprechung, noch ein paar bekannte
Gesichter begrüßen und rein ins Wasser zum Einschwimmen. Ich versuchte mich strategisch günstig rechts außen zu
positionieren…das wollten aber Viele .
Wie immer bin ich nicht weit genug nach vorne gegangen und musste mich bis zur
ersten Boje ziemlich eingekeilt zwischen langsameren Schwimmern abplagen. Nach dem umschwimmen der ersten Markierung
sah man direkt in die Sonne und dank meiner beschlagenen Brille konnte ich die nächste Boje nicht erkennen und plantschte
etwas planlos umher. Das Feld zog sich aber langsam auseinander, ich konnte nun einen guten Schwimmrhythmus finden und
folgte einfach den Schwimmern vor mir. Den optimalen Schwimmweg hatte ich wohl nicht, aber es war zumindest relativ
stressfrei. Zum Ausstieg ging es dann ziemlich schnell, meine Uhr zeigte eine 0:27:50 an und ich freute mich, als über Mikro
ausgerufen wurde, dass ich als 8. Frau aus dem Wasser stieg. Etwas irritiert war ich allerdings, dass mein Vereinskollege Ingo
bereits seine Radschuhe anzog, als ich in die Wechselzone kam. Frechheit, bisher war ich zumindest beim Schwimmen immer
schneller als meine männlichen Trainingskollegen.
Nach dem Rennen grübelten wir kurz, ob er wohl der nervige ZickZack
Schwimmer vor mir gewesen war
Da die Radstrecke mit 600 Höhenmetern auf 54 Kilometer recht knackig erschien und ich die Strecke nicht kannte, ging ich die
erste Radrunde etwas verhalten an. Schon am ersten Berg wurde ich von sororis überholt und ich rechnete fest damit, dass
clanless bald folgen würde…aber er kam nicht (Platten, wie sich später herausstellte…sehr schade). Bei den Abfahrten auf
schmalen Wirtschaftswegen mit vielen 90° Kurven durfte ich dann feststellen, dass ich kein Held im Kurvenfahren bin .
Die
zweite Runde lief etwas flüssiger und ich konnte den angepeilten 27er Schnitt auch einhalten. So…nun ging es ab auf die
Laufstrecke. Bisher war alles im Soll und ich wechselte bei 2:31 zum Laufen. Ich hoffte auf eine 0:55 auf die 10,6km, merkte
aber schon nach den ersten Laufmetern, dass das unmöglich werden würde. Die Oberschenkelrückseiten waren total
verkrampft und die Beine schwer, auch der Kopf wollte irgendwie nicht 100% mitspielen. Hätte ich am Vorabend besser keine ½
Flasche Rotwein trinken sollen?? Oder war es die unruhige Nacht in faulenzers Gästebett? Nein, ehrlicherweise muss ich wohl
sagen, dass ich die letzten Wochen einfach beim Lauftraining geschludert hatte. Von Runde zu Runde wurde ich langsamer
und auch die Anfeuerungsrufe von faulenzer und clanless konnten mich nicht wirklich pushen. Ich quälte mich – immer
langsamer werdend – über die letzten Runden, wurde von meinem Vereinskollegen Paul auf der vorletzten Runde überholt,
fremde Triathleten feuerten mich beim Vorbeilaufen an – ich muss wohl einen fürchterlich Mitleid erregenden Eindruck gemacht
haben – und endlich durfte ich – begleitet von den Anfeuerungsrufen von sororis, faulenzer und clanless - in den Zielkanal
einlaufen. Puuuhhh, das war eine Quälerei, aber mit einer 3:29:26 hatte ich mein Minimalstziel ja immerhin erreicht. Letztendlich
war es der 4. Platz in meiner AK von 11. Und der 11. Platz insgesamt von nur 23 Starterinnen auf der KD.
Insgesamt war es ein schöner Wettkampf mit sehr guter Stimmung. Die Organisation passte und unter Umständen werden wir
nächstes Jahr dort auf der SD unsere Vereinsmeisterschaften austragen.
Ein wenig graut es mir davor, dass ich schon eine Woche später in Mainz auf der Kurzdistanz starten „muss“. Wenn es dumm
läuft, werde ich es wohl als Trainingseinheit ansehen müssen und den Wettkampf ganz locker bestreiten. 2 Tage nach
Niedernberg fühlt sich der gesamte Körper zumindest noch ziemlich müde an.
Desweiteren hadere ich mit mir, ob ich meine geplatzte Marathon Premiere in HH am 31.10.10 in Frankfurt nachholen soll. Seit
April hatte ich allerdings keinen Lauf über mehr als 12 Kilometer und es sind nach dem Mainzer City Triathlon nur 13 Wochen
Zeit zum Trainieren. Na ja, schaun mer mal.